Zielsetzung
Diese Architektur stellt eine auditfähige, segmentierte und Zero‑Trust‑konforme Plattform für KI‑gestützte Datenverarbeitung bereit. Sie ermöglicht sichere Benutzerinteraktion, kontrollierte Datenaufnahme und modellgestützte Analyse — unter vollständiger Einhaltung von Sicherheits- und Compliance‑Standards.
Architekturüberblick
Die Plattform besteht aus fünf logisch und technisch getrennten Sicherheitszonen:
Jede Zone ist durch harte Trust Boundaries voneinander getrennt. Kommunikation erfolgt ausschließlich über explizit definierte, protokollgebundene Schnittstellen.
| Zone | Zweck | Hauptkomponenten |
|---|---|---|
| External Zone | Zugriff durch Endnutzer | Users / Clients |
| DMZ / Enforcement Point | Policy Enforcement, TLS‑Termination, AuthN/AuthZ | Reverse Proxy |
| AI Processing Zone | Verarbeitung von Benutzeranfragen, Modellinferenz | OpenWebUI, Ollama Engine, Model Storage |
| Ingestion Zone | Datenaufnahme aus Unternehmenssystemen | Ingestion Jobs (ETL/Batch) |
| Data Zone | Persistente Speicherung, analytische Datenhaltung | Data Lake / DB |
| Enterprise Systems | Externe Datenquellen | Jira, ERP |
Zero‑Trust‑Prinzipien (konkret umgesetzt)
Explizite Authentifizierung & Autorisierung
- Alle externen Zugriffe erfolgen über den Reverse Proxy (Policy Enforcement Point).
- Der Reverse Proxy erzwingt:
- TLS 1.2+
- Identitätsprüfung (z. B. OIDC, SSO)
- Rollenbasierte Autorisierung
- Rate‑Limiting
- Request‑Sanitization
- Logging & Audit‑Trails
Least Privilege
- OpenWebUI erhält nur die minimalen Rechte, um Queries an Ollama und den Data Lake zu stellen.
- Ollama hat keinen direkten Zugriff auf externe Systeme.
- Ingestion Jobs haben keinen Rückkanal zur AI Processing Zone.
- Data Lake akzeptiert nur:
- ETL‑Daten aus der Ingestion Zone
- Query‑Requests aus OpenWebUI
Micro‑Segmentation
- Jede Zone ist ein eigenes Netzwerksegment.
- Firewall‑Regeln sind strikt unidirektional:
- Users → Reverse Proxy
- Reverse Proxy → OpenWebUI
- OpenWebUI → Ollama
- Ollama → Model Storage
- Ingestion → Data Lake
- OpenWebUI → Data Lake
No Implicit Trust
- Kein interner Traffic wird als „trusted“ behandelt.
- Jeder Request wird geprüft, geloggt und durch Policies validiert.
Observability & Auditability
- Reverse Proxy, OpenWebUI, Ollama und Ingestion Jobs erzeugen:
- strukturierte Logs
- korrelierbare Request‑IDs
- Audit‑Events
- Data Lake speichert ETL‑Metadaten für Revisionszwecke.
Datenflüsse (auditrelevant)
Benutzeranfragen
- User → HTTPS → Reverse Proxy
- Reverse Proxy → Policy‑gefiltert → OpenWebUI
- OpenWebUI → Authenticated API → Ollama
- Ollama → Model Storage (Read‑Only)
Datenabfragen
- OpenWebUI → Least‑Privilege Queries → Data Lake
Datenaufnahme
- Jira → Scoped REST → Ingestion
- ERP → Scoped REST/DB → Ingestion
- Ingestion → Controlled ETL → Data Lake
Sicherheitsmaßnahmen (prüfbar)
Netzwerk
- Segmentierung per VLAN / Docker Network
- Default‑Deny‑Policies
- Nur explizit erlaubte Ports/Protokolle
Identität & Zugriff
- Zentralisierte Authentifizierung
- Rollenbasierte Autorisierung
- Keine anonymen Zugriffe
Daten
- Verschlüsselung in Transit (TLS)
- Verschlüsselung at Rest (Data Lake, Model Storage)
- Versionierte ETL‑Pipelines
Monitoring
- Request‑Tracing
- Security‑Logs
- Alerting bei Policy‑Verstößen
Ergebnis: Audit‑Reife
Die Architektur erfüllt die Kernanforderungen von:
- Zero Trust Architecture (NIST SP 800‑207)
- Least Privilege Access
- Segmentation & Isolation
- Audit Logging & Traceability
- Secure Data Processing Pipelines
Damit ist diese Implementierung eines KI Servers auditfähig, revisionssicher und zukunftsfähig.